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Marvin
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Warum dieser Blog kein Paper ist — und trotzdem eines sein will

Ich habe gerade meine Masterarbeit abgegeben. 80 Seiten über kommunale Kinderbildungsgovernance in Linz, Multiple Streams Framework, drei Experteninterviews, APA 7 durchgehend.

Es war gut. Aber es war auch langsam.


Wissenschaftliches Schreiben hat einen Rhythmus der ich schätze — diese Genauigkeit, die Pflicht zur Quellenangabe, das explizite Benennen von Grenzen. Es zwingt dich ehrlich zu sein. Du kannst nicht einfach etwas behaupten.

Aber es hat auch einen Preis: Bis ein Gedanke durch Review-Runden, Gutachter und Formatierungsregeln ist, ist er manchmal schon alt. Oder so abgeschliffen dass das Interessante fehlt.

Dieser Blog ist der andere Weg.


Was hier passiert

Ich schreibe über Themen die mich beschäftigen — KI & Gesellschaft, Kommunalpolitik, Governance, Verwaltung, manchmal Asimov. Nicht als Journalist, nicht als Experte der sein Expertentum performt.

Sondern so: Ich habe eine Frage. Ich denke laut nach. Ich zitiere wenn nötig. Ich sage auch wenn ich mir nicht sicher bin.

Wissenschaftlich fundiert heißt für mich: Ich nehme Quellen ernst. Ich unterscheide zwischen Behauptung und Argument. Ich nenne Gegenargumente.

Weniger formal heißt: Ich schreibe in der ersten Person. Ich muss nicht neutral klingen wenn ich eine Meinung habe. Und ich muss keinen Abstract vorweg schreiben.


Peer-Review gibt es hier keinen. Aber Denkarbeit schon.

Wenn du weiterliest weißt du was dich erwartet.


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